Generell ist das Thema Sicherheit im Zusammenhang mit Computern und Netzen in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gerückt.

Dabei muss man zunächst einmal in den Kategorien Daten und Metadaten unterscheiden.

Daten

sind inhalte von E-Mails, Telefonaten, SMS-Nachrichten oder ähnliches.

Metadaten

sind Informationen über die Kommunikation. Also wer hat wann wem eine z.B. E-Mail gesendet und wie lang war diese.

Das diese Metadaten von diversen Stellen gespeichert und analysiert werden kann nur unsere Politik ändern, ob und wie nachhaltig das künftig passiert, muss abgewartet werden. Es gibt ja auch übergeordnete Interessen (wer definiert die eigentlich?) und wieso sind die nicht transparent – aber das ist ein anderes Thema.

Nachdem wir gelernt haben, dass wir bei den Metadaten weitestgehend keinen “wirklichen” Einfluss haben, kümmern wir uns lieber darum was wir selber beeinflussen können. Mit Hilfe von einer Verschlüssellung, auch wenn die gar nicht so sicher ist wie wir immer dachten, kann jeder Nutzer eines PCs seine Daten zumindest schwerer zugänglich machen. Es wird dann immer noch möglich sein auf diese Daten zuzugreifen, aber wenn jemand Willens ist, das Geld und die Zeit hat hier zu investieren, haben Sie grundlegend ganz andere Probleme.

Mit Hilfe der integrierten Funktion FileVault bietet Mac OSX bereits eine integrierte Lösung. Öffnen Sie die Systemeinstellungen und klicken auf den Eintrag “Sicherheit”.

Im sich öffnenden Dialogfenster sehen Sie 4 Registerreiter. Klicken Sie bitte auf den Eintrag “FileVault”. Um FileVault zu aktivieren, müssen Sie zunächst die Sperrung der Einstellung aufheben. Klicken Sie dazu bitte auf das Schloss in der linken unteren Ecke.

Es öffnet sich nun ein neues Dialogfenster. Geben Sie hier bitte einen administrativen Benutzer und das entsprechende Kennwort ein.

Nach einem Klick auf “Schutz aufheben” haben Sie die Möglichkeit, Änderungen an den Einstellungen vorzunehmen. Klicken Sie auf FileVault aktivieren und es sollte sich ein neues Dialogfenster öffnen.

Wählen Sie bitte hier den Eintrag “Wiederherstellungsschlüssel erstellen und meinen iCloud-Account nicht verwenden”.

Der andere Eintrag “Mein iCloud-Account darf meine Festplatte entsperren” ist zwar äußerst kompfortabel, macht aber irgendwie gar keinen Sinn. Wenn man einen Schlüssel aus der Hand gibt, selbst wenn Sie Apple noch so sehr vertrauen, dann ist das Schloss nichts mehr wert, oder?

Mit “Fortfahren” gelangen Sie nun zum nächstem Dialog, dem Wiederherstellungsschlüssel. Der Wiederherstellungsschlüssel besteht aus insgesamt 6 Alphanumerischen 4-stelligen Zahlenfolgen. Wie das Dialogfenster schon beschreibt, merken Sie sich die Kombination bzw. legen Sie sich diese Kombination gut weg. Sollten Sie einmal Ihr Passwort vergessen haben und den Wiederherstellungsschlüssel nicht kennen, sind Ihre Daten verloren.

Mit “Fortfahren” gelangen Sie zum nächsten Dialog. Sollten Sie mehr als einen Benutzer angelegt haben, was eigentlich bei einem Mac selbstverständlich ist, müssen Sie jetzt für jeden Benutzer das entsprechende Kennwort eingeben, falls jeder Nutzer die Möglichkeit haben soll, den Festplattenschutz aufzuheben. Auch das macht keinen Sinn, wählen Sie nur einen Nutzer, am Besten den Administrator, aus.

Nachdem dieser Schritt auch erfolgreich gemeistert wurde, klicken Sie bitte auf “Fortfahren”. Sie werden nun aufgefordert, Ihren Mac neu zu starten, damit mit der Festplattenverschlüsselung begonnen werden kann.

Klicken Sie auf “Neustart” und Ihr Apple Mac wird neu gestartet.

Berücksichtigen Sie bitte, dass die Verschlüsselung, abhängig der Größe der Festplatte und Leistung Ihres Rechners einige Zeit (um nicht zu sagen Stunden) dauern kann. Haben Sie die Geduld und lassen den Prozess durchlaufen. Ihre Daten sollten es Ihnen wert sein.

Abschließend vielleicht noch. FileVault reicht natürlich nicht aus, um Ihre Daten vernünftig zu schützen. Dazu gehört auch immer ein gutes Passwort!

Passwort

Ein gutes Passwort muss nicht endlos lang und/oder kryptisch sein. Ein aus vier zufällig gewählten Wörtern, und/oder Zahlen und Sonderzeichen bei zusammengesetzten Wörtern, reichen meistens schon aus. Bei vier zusammengesetzten Wörtern der deutschen Sprache benötigt ein Computer bei 1.000 Versuchen pro Sekunde bis zu 35 Jahre um das Passwort zu ermitteln (Stand: 2014).

Von daher: FileVault in Kombination mit einem guten Passwort schütz ihre Daten schon ganz ordentlich.