Wenige Tage nach dem GOAT ist ein weiteres Idol meiner Jugend von uns gegangen. Bud Spencer (oder Carlo Pedersoli mit bürgerlichem Namen) verstarb am 27. Juni 2016 in Rom.

Der Name, aus einer Biermarke und einem Schauspieler zusammengestellt, spielte zusammen mit seinem Filmpartner und Freund Terence Hill in 17 Filmen. Diese waren einfach strukturiert: Zwei Typen prügeln die Bösen windelweich. Blutige Szenen gab es nicht und auch nie ernsthafte Verletzungen bei den Kontrahenten. Am Ende sind Spencer und Hill immer die Guten. Ein einfaches Prinzip aber in den 80er erfolgreicher als die damaligen James Bond Streifen.

Jeder Kennt die Anfangsmelodie von „Zwei Himmelhunde auf den Weg zur Hölle“ (Flying Through The Air) und weiß sofort, dass es hier mindestens eine Prügelei, ein großes Fressen und abgedroschene Sprüche geben wird. Politisch waren die Filme nie, auch wenn der ein oder andere das beim Film „Das Krokodil und sein Nilpferd“ gern interpretieren würde (Kampf für Natur- und Großwildschutz in Afrika).

Dafür waren Sie gute Unterhaltung. Der studierte Jurist kam 1967 eher zufällig zum Film („Gott vergibt… Django nie!“). In diesem Film spielte er erstmals – wieder ein Zufall – mit seinem künftigen Filmpartner Terence Hill.

Berühmt wurde Bud Spencer durch seinen „Dampfhammer“ und seine „Doppelbackpfeife, die er auch in Solo – Auftritten wie „Sie nannten ihn Mücke“ oder auch „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ gern zum Einsatz brachte. Das Grundprinzip blieb jedoch in allen Filmen erhalten.

Bud Spencer mag von uns gegangen sein, aber seine Filme werden bleiben – auch wenn man sie schon unzählige Male gesehen hat.

Ciao Carlo